Wie alles begann

n unserer heutigen, schnelllebigen Zeit sind Zusammenschlüsse oft nur von kurzer Dauer. Eine Idee wird geboren, aber es fehlt oft der Wille, diese dauerhaft durchzusetzen.
Anders sieht es in ländlichen Gegenden und besonders in Rhedebrügge aus.

Die Ursache der Gründung des MV-Rhedebrügge liegt wohl an der Fertigstellung der Thebingskapelle. Die ersten feierlichen Prozessionen wurden durchgeführt - zunächst ohne Musik. Das ging so lange gut, bis es einigen beherzten Männern zu dumm wurde.
Der Lehrer Godefried Vieth und der Bauer Josef Lensing beschlossen die Gründung einer Musikkapelle - die Geburtsstunde unseres heutigen Musikvereins.

 

Godefried Vieth

Josef Lensing

n interessierten Bürgern fehlte es nicht, so dass die Kapelle schon bald 15 Mitglieder zählte.

ie ersten öffentlichen Auftritte hatte man 1908, als die Rektoratskirche zur Pfarre wurde. Die Musiker waren von nun an bei kirchlichen Anlässen, auf Familienfeiern und bei allen Hochfesten dabei. Die neu gegründete Kapelle war nicht mehr aus dem kulturellen Leben der Gemeinde wegzudenken.

ann kam der erste Weltkrieg. Zahlreiche Mitglieder wurden eingezogen - manche kehrten nicht wieder zurück. Das Vereinsleben kam vorübergehend zum Erliegen.
Der Wiederbeginn war im Jahre 1918.
Nach dem Tode von G.Vieth, im Jahre 1919, ergriffen Albert Condering und Heinrich Siebeling die Initiative.
Ab 1931 bis zum zweiten Weltkrieg übernahmen Militärkapellmeister Duff
aus Borken und Bernhard Bussmann aus Rhedebrügge die Leitung.

ach dem Krieg - B.Bussmann war gefallen - war es schwer, einen geeigneten Dirigenten zu finden.
Um die Kapelle am Leben zu halten und um wenigstens die jährlichen Prozessionen zu verschönern, übte man bei Josef Lensing.
1948 erklärte sich der Militärmusiker Karl Moff bereit, die Leitung der Kapelle zu übernehmen.
Zwischen 1955 und 1960 hatte die Kapelle kaum noch Mitglieder. Es fehlte an Nachwuchs.

ier Mitglieder, Franz, Klemens und Heinrich Egging sowie Aloys Siebeling, machten sich 1958/1959 an den Wiederaufbau. In dieser Aufbauphase übernahm unser langjähriger Dirigent Heinrich Egging die Leitung. Von nun an ging es aufwärts, was die steigende Anzahl der Mitglieder bestätigte. Die Proben fanden bei Egging statt und 1970 wurde dann noch ein Jugendblasorchester gegründet. Neben den großen Novemberkonzerten, die zunächst in der Aula des Borkener Gymnasiums stattfanden und später im neugebauten Vennehof aufgeführt wurden, leitete Heinrich Egging die Kapelle Jahr für Jahr auch auf etlichen Schützenfesten, Martins- und Nikolausumzügen sowie auf vielen Ständchen. Am 18. November 1991 wurde Heinrich Egging „für seine besonderen Verdienste um das Allgemeinwohl die Verdienstmedallie des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen“. Nach 50 Jahren aktiver Mitgliedschaft Heinrich Eggings übernahm der Dirigent des Hauptorchesters, Burkhard Helmer, im Januar 2004 das Jugendorchester. Seine Tochter Jenny leitete von 2006-2014 unser Vorochester, dass seit Februar 2015 von Heiner Niehaves dirigiert wird.







unser langjähriger Dirigent

H. Egging